Meine Pferde

Mona wurde an einem Sonntag, den 16.05.1981 bei uns geboren. Ihre Mutter war Lotti, eine weiße Welshponystute. Lotti wurde bis sie 24 Jahre alt war geritten. Dann erkrankte sie an Hufrehe und musste eingeschläfert werden. Der Vater von Mona war ein fuchsfarbener Vollblutaraber, namens Count Rubin OX, von einem nahe gelegenen Arabergestüt. Sie ist aber ein Ebenbild ihrer Mutter. Stockmaß 1,30m. Ich ritt sie bis sie ca. 20 Jahre alt war. Meine Tochter lernte auf ihr reiten. Mona hatte den schönsten Schaukelstuhlgalopp, den ich je auf einem Pferd geritten bin. Und sie ist einfach nur lieb. Mittlerweile hat sie Spat, kaum noch Zähne und ist fast blind. Das merkt man ihr im Umgang aber nicht an. Sie galoppiert nach wie vor mit den anderen Pferden über die Wiese und bewegt sich sicher am Stall. Nur in den Stall traut sie sich nicht mehr. Sie hat nach wie vor Flausen im Kopf, die nur in einem Ponyhirn wachsen und gedeihen. Letzten Herbst, als sie schon ziemlich schlecht sehen konnte, ist sie beim Zaun öffnen entwischt und über die große Wiese in den Wald gelaufen. Nach 15 Minuten donnerte der Boden und die übermütige Mona kam zurück an den Stall galoppiert.

Irgendwann wollte ich nicht mehr auf einem Pony reiten, sondern erfüllte ich mir den lang gehegten Wunsch nach einem Araber.

2006 fand ich fand Merritt, eine wunderschöne Fliegenschimmelstute. Ich bildete sie in Westernreitweise aus. Leider war sie immer sehr ängstlich und schreckhaft und ging am Ende häufig durch. Bei einem schweren Unfall auf einer viel befahrenen Straße rannte sie gegen ein Auto. Wir blieben beide unverletzt, doch das Vertrauen war dahin. Nachdem ich danach noch über lange Zeit intensiv mit ihr arbeitete, aber keine Verbesserung im Verhalten auftrat, verkaufte ich sie 2007 an die neue Besitzerin, die nur in der Halle reiten wollte. Dort fühlte sie sich wohl und sicher.